Kurzurlaub

Mama Steffi und Amélie unterwegs durch Deutschland

Der Sommer ist da, Ferienzeit. 3 Wochen ohne Kita. Was macht man da nur?

Zufällig las Mama im Forum, wohin es andere Mitglieder zieht und hat sich kurzerhand dazu entschlossen mit mir, ohne Papa, auf Tour zu gehen. (Anm. der Red. Papa muss schliesslich arbeiten, um solche Exzesse finanzieren :D)

Die erste Station war Brodenbach an der Mosel. Eigentlich wollten wir mit Daniela Bernd und ihrer Familie in einer Klamm wandern gehen, doch leider brannte die Sonne an jenem Tag besonders stark vom Himmel. Daher haben wir uns zunächst nach der langen Fahrt in der Ferienwohnung von Familie Bernd abgekühlt. Während die Erwachsenen sich über langweiliges Zeugs unterhielten, schaute ich mit Pierre ein wenig fern. Dann haben wir uns mit den Autos über zahlreiche Serpentinen auf zur Ehrenburg gemacht. Natürlich konnten wir nicht bis ganz nach oben fahren und so musste „die letzte Meile“ zu Fuss vollbracht werden. Pierre und ich durften in unseren Buggys bleiben, während Mama und Axel, Pierre und Paulinas Papa, geschoben haben. Die kleine Paulina musste natürlich auch nicht laufen und fühlte sich auf dem Arm von Mama Daniela ganz wohl. Oben angekommen erkundeten wir die kleine Burg, von der man weit über die Wälder des Hunsrück schauen kann.

Pierre, der kleine Wildfang, legte seine ganze Kraft ins Geschirr, welches er zur Sicherheit trug und zog Daniela ordentlich die Arme lang. In einem Bereich steht ein Tisch mit drei Stühlen, wie beim Standesamt…nun ja, ich bin halt heiß umkämpft und so wollten Axel und Paulina uns trauen. Mein Bräutigam bekam allerdings kalte Füße und flüchtete. Damit, habe ich diese Erfahrung schon einmal hinter mir 😀

Anschließend aßen wir leckere Knödel und Salat, hmmmmm. Mama setzte mich wieder in den Buggy und musste ordentlich schieben, um den Berg zum Parkplatz zu erklimmen. An der Ferienwohnung angekommen verabschiedeten wir uns auch bald von den Bernds, um unsere Fahrt zur nächsten Etappe fortzusetzen – Ziel Richtung Frankfurt!

Unser Weg folgte zunächst ein Stückchen der Mosel entlang, wo Mama immer mal anhielt, um Fotos zu machen. Mir war es zu langweilig und zu warm, also hab ich die halbe Fahrt verschlafen. An Boppard, Bingen und Mainz vorbei, erreichten wir bald Maintal, unsere zweite Station. Freudig begrüßten wir Susanne Gabler und ihre Familie, die mittlerweile durch den Welpen Monty Zuwachs bekommen hat.

Annika, Franziska, Constantin und ich tobten den ganzen Nachmittag mit Monty durch den Garten während Mama mit Susanne und Torsten übers Gärtnern philosophierte. Die haben aber auch tolle Pflanzen! Eine 4 Meter hohe Sonnenblume! Und Mais, der fast genauso groß ist. Abends aßen wir Pizza und Wassermelone und versammelten uns um das Lagerfeuer. Constantin wollte unbedingt meine Schwimmweste ausprobieren, die ihm aber viel zu kurz ist.

Amélie spielt mit Monty im Garten

Am Morgen fuhren wir zu einem ganz besonderen Waldspielpark. Das große Gerüst war zwar gesperrt, aber der kleine Spielplatz war auch toll. Sogar Kinder im Rollstuhl konnten dort spielen! Für sie gab es eine große Fläche mit Gummimatten und verschiedenen Spielelementen.

Rundgang über den Heinrich-Kraft Spielplatz

Monty hätte eigentlich nicht mit gedurft, aber er schlief so friedlich bei Susanne unter der Bank, dass er niemandem aufgefallen ist, also psssst!! Nach einer umfangreichen Verabschiedung und Grüßen für die Daheimgebliebenen und unsere nächsten Gastgeber im Gepäck, fuhren wir mit unserem kleinen Fiesta wieder Richtung Norden über Marburg zu unserer letzten Station…

Constantin hüpft vor

Amélie hüpft hinterher

Einem Campingplatz mit Aussicht auf den Edersee. „Mein Verlobter“ Atreju erwartete uns bereits und begrüßte uns mit fröhlichen Lauten <3 :D. Atrejus Großmutter hat seit Jahren einen festen Camper auf dem Platz, Atrejus Eltern Tanja und René haben es ihr vor einigen Jahren nachgemacht. In toller Hanglage an der Ostseite der Halbinsel Scheid gelegen hatten wir einen tollen Blick auf den Edersee. Da man mit mir nicht so toll schwimmen kann, ließ Mama mich nach dem auspacken erst einmal bei Tanja zurück, um mit Atrejus großer Schwester Leonie eine Runde schwimmen zu gehen. Unser Zelt schlugen wir neben dem Camper der Oma auf. Ich war ganz aufgeregt, schließlich hab ich noch nie im Zelt geschlafen.

Doch erst einmal wurde gegrillt. Frische Luft macht hungrig. Ich durfte danach am iPad ein wenig Conni gucken, Atreju war in Paw Patrol vertieft. Währenddessen wurde es dunkel und immer kühler, so dass Mama Sorge hatte, dass unser Schlafsack nicht ausreichen könnte. Also wurden wir von unserer Gastfamilie reichlich mit Decken, langen Hosen und Socken ausgestattet (Mama läuft seit 2 Monaten ja fast nur noch barfuß) und zogen los, zunächst Zähne putzen und dann ab ins Zelt. Doch Mama hat sich gründlich verschätzt. So kühl es draußen auch war, so warm war es im Zelt. Die Extradecken und ein T-Shirt reichten locker aus. Das war kuschelig und toll und ich bin ganz schnell eingeschlafen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Spitze der Halbinsel, wo wir die Fähre bestiegen. Hui, war das frisch auf dem Wasser, aber auch total schön. Leonie kümmerte sich die ganze Zeit um mich und Mama brachte uns ein großes Stück Kuchen. Mal drehte das Schiff nach links, dann wieder nach rechts, legte hier und dort an und schließlich erreichten wir die Staumauer. All das interessierte mich aber wenig, ich genoss einfach nur die Fahrt.

Zurück an Land baute Mama unser Zelt ab, was wohl ziemlich lustig ausgesehen haben muss, denn unser Zelt ist ein Wurfzelt…in 2 Sekunden aufgebaut, in 3 Tagen abgebaut, wie Mama immer sagt. Nun ja, so lange hat es dann aber wohl doch nicht gedauert. Nachdem alles verpackt war und wir uns verabschiedet hatten, legten sich Atreju und René zu einem Schläfchen hin und wir verließen den Campingplatz. Mama wollte aber noch nicht direkt nach Hause und so besuchten wir die Staumauer, wo Mama mit mir noch einkehren wollte. Zu unserer Überraschung war die Staumauer gar nicht so langweilig wie an der Möhne. Gleich auf der anderen Seite gibt es einen großen Aquapark, der dem Verlauf der Eder nachempfunden ist und sich den Hang hinunter schlängelt. Sogar eine kleine Sperrmauer gibt es! Mama wollte mich leider nur mit den Füßen rein lassen. ..und nur weil wir keine Wechselsachen mithatten…menno.

Essen gab es leider nur gegen Bargeld und darauf war Mama als verwöhnter Stadtmensch gar nicht eingestellt. Mama wollte aber sowieso noch hoch zum Schloss Waldeck (die ist voll der Geschichtsfreak!). Leider gab es dort auch nur Kaffee und Kuchen, so dass Mama ihre letzten paar Kröten zusammen suchte und vom Imbiss auf dem Parkplatz eine Mantaplatte für uns ergattern konnte. Auf der Aussichtsterrasse schnabulierten wir dann unsere Erdapfelstäbchen und das in Form gepresste, gehäckselte Fleisch und genossen dabei die Aussicht über den Edersee, danach machten wir uns auf den Heimweg.

Zweieinhalb Stunden später erreichten wir unser Zuhause wo wir stürmisch und mit Schwanzwedeln von Papa und Flocke begrüßt wurden (natürlich hat Flocke mit dem Schwanz gewedelt, nicht Papa 😏).

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