Erfahrungsbericht kompakt

Heute gibt es neben den Postern des Tages eine Neuheit auf Trisomie21. Nicole Secilmis berichtet heute von Ihren Erfahrungen mit ihrem Sohn Nuh-Djamil:

Wir sind nach 4,5 Jahren Kinderwunsch endlich schwanger geworden und die Schwangerschaft lief stets perfekt.

Allerdings war in der 36. Schwangerschaftswoche kaum noch Fruchtwasser für meinen kleinen Mann da und er musste früher geholt werden.
Fünf Minuten nach der Geburt erfuhren wir, dass unser Baby das Down Syndrom hat.

Wir waren mehr als geschockt oder wohl eher überfordert. Wir kannten niemanden mit Trisomie21 und waren viel zu wenig informiert. Er war sehr klein, auch für seine frühe Geburt, und kam mit 2070g auf die Welt. Unser kleiner Mann konnte seine Körpertemperatur noch nicht halten und deshalb blieben wir im Krankenhaus für weitere zwei Wochen.
Uns wurde so viel erzählt von dem Down Syndrom und wie glücklich diese Kinder doch sind. Wir hatten aber nur diese ganzen „Zusatzdiagnosen“ wie, Herzfehler etc. im Kopf. Ständig wurden uns diese vorgeführt.

Nuh-Djamil musste am Anfang durch viele Ärzte begutachtet werden. Kardiologe usw… es war eine schwere Zeit für uns und wir machten uns natürlich Sorgen um unseren Sohn.

Sprüche, wie „diese Kinder sind so glücklich“, halfen da auch nicht wirklich weiter. Keine Mutter (egal ob mit einem Kind mit Down Syndrom oder nicht) möchte sehen, dass ihr Kind einen Herzfehler hat. Am Ende hat sich herausgestellt, dass unser Kleiner, Gott sei Dank, nichts Schlimmes an organischen Problemen hat. Als wir endlich zuhause waren konnten wir uns erholen und unser Baby endlich kennenlernen.

Was soll man sagen? Er ist das Beste was uns passieren konnte und all unsere Sorgen sind verflogen. Nuh-Djamil macht alles so super und alle Ärzte sind von ihm begeistert! Wir sind so stolz auf ihn und freuen uns jedes Mal wenn er wieder was Neues erlernt hat! Wir möchten uns gerne einsetzen für Kinder mit Einschränkungen und vor allem für Kinder und auch erwachsene Menschen mit Trisomie21.
Denn wir denken, dass es da draußen so viele Menschen gibt, die so denken wie wir gedacht haben und einfach viel zu wenig Wissen über diese Diagnose haben. Einfach aufklären! Wir sind mit mehreren Familien in Kontakt die auch Kinder mit Trisomie21 haben und das hat uns so sehr geholfen. Wir sind sehr dankbar für diese tolle Unterstützung und möchten uns dort auch gerne einbringen!

Nuh-Djamil ist ein tolles Kind wie jedes andere auch. Wir sind sehr stolz auf dich mein kleiner Engel!
Nicole Secilmis

Danke das wir an Deinen Erfahrungen teilhaben durften und wir würden uns freuen mehr über Euch zu berichten, wenn ihr Neues erlebt habt!

Achtung! Jetzt kommt der grandiose Übergang zur Posteraktion..!

Apropos Posteraktion! Die Posteraktion beginnt sich zu entspannen. Es sind alle Fotos letzter Woche bearbeitet. Alle Fotoeinsendungen bis einschliesslich sind bearbeitet und an die angegebene Emailadresse verschickt worden. Wer sein Foto vor Sonntag eingeschickt hat und noch keine Poster per eMail erhalten hat, sollte bitte seinen Posteingang prüfen (ist genug Speicherplatz frei? (etwa 5MB je Poster), habe ich den Spam-Ordner geprüft?, habe ich die richtige eMail-Adresse angegeben? (Jeder hat direkt nach Einsendung eine Bestätigungsmail erhalten)) und danach darf er gerne bei mir nachfragen. Bevorzugt per Messenger oder Mail!

Die heutigen Poster des Tages sind:

Ares, ist heute der Inhalt des Geschirrspülers, nicht gerade eine Vorbild, junger Mann! 😀 Aber höchstwahrscheinlich möchte er gerne ein bisschen Hausarbeit abnehmen und die Maschine wieder einräumen! Vielen Dank für die gelungene Einsendung von Stephanie!

Ariana, ist ein anders Beispiel für unser Motto. In ihr steckt nicht nur ein Multi-Musikertalent, Sie freut sich auch jedes Jahr auf IHR Poster und ist stolz diese zu verteilen.
Papa Michael hat mir dazu geschrieben:

„Hallo Herr Klein,
vielen Dank für das tolle Poster. Ariana wird wieder richtig stolz sein, es aufhängen zu dürfen.

Wir benötigen gerade in der jetzigen Zeit kleine Symbole, die uns für Gemeinschaft und Solidarität einstehen lassen.
Gerade gegenüber Gruppierungen, die sich nur in ihrem eigenem Gedankengut bewegen, müssen wir immer wieder deutlich machen,
dass gerade eine Gesellschaft die „offen“ ist, für eine lebens- und liebenswerte Gemeinschaft, steht.

Vor ein paar Wochen haben wir noch einmal an den Sonntag in der Disco in Ibbenbüren gedacht „Du bist So“. Wann könnte so etwas wieder möglich werden/sein?
Dort hat sich ein Gemeinschaftsgefühl eingestellt, welches wir heute noch in unseren Gedanken bewegen.
Irgendwann werden sich hoffentlich die Gegebenheiten wieder normalisieren und es wird wieder mehr (und so wichtiger!) sozialer Kontakt möglich sein.
Bleiben sie gesund!

Viele Grüße
Michael Beinke.“


Michael, Vielen Dank für Deine Freigabe das ich die Nachricht veröffentlichen darf. Es freut mich sehr, dass unsere Poster Euren Geschmack treffen! Du bist so! war schon eine besonderer Wahnsinn! In diesem Jahr haben wir eine kleinere Aktion mit nur begrenztem personellen Aufwand – Corona schränkt uns hier leider auch sehr ein – geplant. Ob es klappen wird, mal schauen! Auf jeden Fall ist wieder ein top eingespieltes Team im Einsatz und es lohnt sich!

Nun zu Deiner eigentlichen Frage, wann werden wir endlich wieder ein Projekt für eine Vielzahl von Familien anbieten können? Wann werden wir endlich wieder Party machen? Wie lange müssen wir uns noch einschränken? – Tja, mit dieser Information würde man heute wohl Streeck und Lauterbach aus den Talkshows verbannen können. Aber unsere Lieblingsmenschen mit ungeraden Chromosomen haben ein erhöhte Sterberate in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Wir danken allen Menschen, die ihre persönlichen Sorgen dem Allgemeinwohl hinten anstellen – sich der Impfung unterziehen und damit unseren Kindern, die aktuell noch nicht geimpft werden können, ein sicheres Umfeld ermöglichen! Und nach dieser üblen Pandemie, mieten wir uns ein Stadion und legen richtig los!

Liebe Grüße und gute Nacht
Thorsten

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